Mein LaTeX-Skript
Hallo! Hier koennt Ihr mein Latex-Script saugen: Beckers
Script.
Ich weise darauf hin, dass sich das Skript noch im Entwicklungsstadium befindet. Es enthält also noch Fehler, von
denen ich
dankbar bin, dass man mich darauf hinweist. Ansonsten ist mir jede Anregung willkommen!
Ihr findet mich im IRC im Kanal #latex-de im Freenode-Netzwerk. Per E-Mail erreicht ihr mich unter
simonrafic.becker "at" googlemail.com.
Ich danke Ralph Erdt fuer die Bereitstellung des Webspace fuer mein Skript!
Wie ich zu LaTeX gekommen bin
Nun, die Anfänge mit LaTeX hatte ich in der Schule während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann. Dort
habe ich dann meine ersten Dokumente geschrieben, Hausarbeiten. Die waren stümper- und anfängerhaft. Aber sie gefielen mir, viel
besser als das, was ich mit etwa dem selben Aufwand aus einem klassischen Textverarbeitung bekommen hätte und was
das Faszinierende war: Ich hatte mich um fast nichts kümmern müssen, ein paar Befehle, den Inhalt als Fließtext, und fertig. Sogar
das Inhaltsverzeichnis hat es automatisch erstellt. Das war für mich schon beeindruckend. Damals
hatte ich mir auch das erste Buch darüber gekauft, das umfassende LaTeX-Handbuch von Karsten Günther, das damals im Galileo-Verlag
erschienen ist. Damit hab ich dann meine ersten Schritte unternommen. Im Studium allerdings habe ich mir irgendwann, ich glaube mehr oder weniger aus Frust,
ein weiteres Buch angeschafft, "LaTeX, der typographische Einstieg" von Tobias Berndt. Das wars dann. Seitdem hab ich mich
ernsthafter damit auseinander gesetzt, gibt er doch gute typographische Hinweise, und wie (einfach) sie zu implementieren sind. Vor allem ist
es so geschrieben, dass es Spaß macht, es zu lesen. Dann lag noch zu allem Überfluss sozusagen ein Buch in der Bibliothek meiner
Fachhochschule herum, also es lag auf einem Tisch, auf dem veraltete Bücher liegen, die man sich gegen eine kleine Spende (*hust!*)
mitnehmen konnte, nämlich die Printversion des scrguide von Markus Kohm, das man über die Lehmanns Fachbuchhandlung beziehen
konnte. Heute gibt es eine neue Auflage, die KOMA-Script ab 3.0 beschreibt (Die ISBN lautet: 978-3865412911) Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich schon einen
Haufen Geld in dieser Bibliothek gelassen habe... aber genug davon. Das Buch über KOMA-Script datierte von 2005, für
LaTeX-Maßstäbe allerdings kein Alter. Leider (oder in diesem Fall Gott sei Dank) wusste niemand in meiner FH so richtig die
Potentiale von LaTeX zu schätzen, so dass es nicht gleich weg war. Das lag da rum nebst einem Buch über vi. Einfach aussortiert,
dem Studenten übereignet. Aber dafür gab es Bücher über Werkstoffkunde von 1978, die NICHT aussortiert werden, also die Politik
dieser Biblitothek mutet dann doch
etwas merkwürdig an. Dieses Buch war allenfalls nützlich als zusätzliches Trainingsgewicht in meiner Packtasche meines Fahrrades...
Warum sich kaum jemand in meiner Hochschule für LaTeX interessiert (abgesehen von ein paar Ausnahmen), vermag ich GAR nicht
nachzuvollziehen. Aber schliesslich gibt es Word und Openoffice und dergleichen.
Was mich an LaTeX so fasziniert
Nun, diese oben genannten Programme oder Programmpakete sind natürlich nicht schlecht, aber für wissenschaftliche Arbeiten meiner
Meinung nach ungeeignet. Viele Benutzer dieser Anwendungen beklagen sich über den Formelsatz, der ... ach lassen wir das. Ich habe
davon ja keine Ahnung, ich habe Formeln in MS-Word nie gesetzt. Vielmehr fasziniert mich, wie einfach es ist, Mathematik in LaTeX zu
setzen, und die Tatsache, dass es eigens ein Erweiterungspaket gibt, das die American Mathematical Society geschrieben hat, um ihre
mathematischen Veröffentlichungen im Journal zu setzen. Dieses Paket war ursprünglich für TeX geschrieben und wurde auch nun für
LaTeX implementiert. Da wundert es kaum, dass man so ziemlich alles setzen kann, was das Mathematikerherz begehrt. Vielleicht haben
Mathematiker andere Erfahrungen gemacht, ich bin keiner. Der möge mir mailen und mit mir schimpfen :) In Verbindung mit
KOMA-Script finde ich es faszinierend, wie erstaunlich viel guter Textsatz produziert wird, wenn man einfach nur "Mach ma" sagt. Ich finde es allerdings
ziemlich erstaunlich, wie sich die Hochschulen in der Beziehung mit LaTeX unterscheiden: Eine Hochschule oder Fakultät stellt
Auflagen für Hausarbeiten, die mit LaTeX (aus gutem Grund) nicht zu erfüllen sind: Arial 12. Andere wiederum akzeptieren nur
Abschlussarbeiten, die mit LaTeX gesetzt werden. Andere wiederum bieten Vorlesungen über LaTeX an, die für das Studium planmäßig
und obligatorisch sind.
Wie ich nun zu diesem Skript gekommen bin
Nun, mein damaliger Professor für Mathematik hatte seine Aufgabenblätter verteilt. Ich konnte mir die Frage nicht verkneifen, ob er
sie mit LaTeX gesetzt haette. Die Antwort war (leider) nein, und zwar sei er damals deshalb von LaTeX auf Word umgestiegen, weil
Word damals LaTeX voraus hatte, Grafiken einbinden zu koennen. Das war allerdings nach seiner Diplomarbeit, die er mit TeX bzw.
nach seiner Doktorarbeit, die er mit LaTeX gesetzt hatte. Nun, damals kannte ich über LaTeX nur das Notwendigste, um meine kleinen
Physikprotokolle zu schreiben. Da hatte ich ihn mal angehauen, ob er nicht so etwas wie ein Anfängertutorium anbieten könnte. Ich
war nicht ganz ohne Hintergedanken dabei. Ich wollte Erfahrungen von einem alten TeXer abstauben. Okay ersetzen wir "alt" durch
"erfahren". Nach ein paar Wochen hat er mich dann damit betraut, so ein Ding auf die Beine zu stellen. Er hatte mir zwar schon
angedroht, dass das schon sehr anstrengend sein und viel mehr Arbeit und Aufwand bedeuten würde, als ein Mathe-Tutorium. Und die
Bezahlung ist mickrig. Trotzdem wollte ich die Herausforderung und sagte zu. Ich hatte mir gedacht, da muss sowas wie ein Skript
her, und in den Sommersemesterferien 2008 habe ich dann eins geschrieben. Das war echt mehr schlecht als recht, daher hab ich das auch
offline genommen. Die darauffolgenden Wintersemesterferien habe ich dann das Skript größtenteils überarbeitet, das Ergebnis könnt
ihr euch oben auf der Seite oder hier herunterladen. Ich habe versucht, man
beachte die Vokabel versucht, etwas zu schreiben, das gleichzeitig eine Einführung in LaTeX
für Studenten ist, die damit noch nix zu tun hatten, einige Hilfestellungen gibt, was einen guten Textsatz ausmacht, wie man
mathematische Formeln setzt und auszeichnet, wie man sinnentleerte Anforderungen vom Professor am Äußeren der Arbeit umsetzt und so weiter. Ich habe so etwas noch nie gemacht, daher steckt das Skript nach wie vor
noch in den Kinderschuhen, und ich glaube auch nicht, dass es so schnell da rauswächst.
Was ist noch zu tun?
Eine ganze Menge:
- Das Programm BIBTeX brauch noch eine Doku in diesem Zusammenhang
- Mathematiksatz noch überarbeiten
- Index
- Graphiken vom Text umfließen lassen
- Onlinepräsentation
- LaTeX für den Hausgebrauch: Briefe mit scrlettr2
- Kurze Einführungen in inkscape und Gnuplot.
Leider, oder Gott sei Dank oder was auch immer, geht nun das kommende Semester wieder los. Die FH spannt mich immer zu 100% ein, so
dass ich mich nur in unregelmäßigen Abständen um das Skript kümmern kann. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel.
Ich hoffe, dass das Skript nützlich ist. Viel Spaß beim Lesen!
Vielen Dank!